Erweiterungen im Überblick
Erweiterungen eröffnen neue Möglichkeiten, eine bestehende Kugelbahn weiterzuentwickeln, ohne dafür jedes Mal von vorn zu beginnen. Je nach Auswahl wächst die Strecke in die Höhe, erhält zusätzliche Richtungswechsel oder wird um weitere Abschnitte ergänzt. Sets und einzelne Aktionselemente erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben: Die einen bieten Material für mehrere Bauideen, die anderen setzen einen gezielten Effekt. Auch für Skytrax und Gravitrax Junior gibt es eigene Erweiterungslinien.
Zubehör-Sets und einzelne Elemente
Ein Erweiterungsset bündelt viele aufeinander abgestimmte Bauteile und eignet sich, wenn eine vorhandene Bahn gleich an mehreren Stellen wachsen soll. Einzelne Aktionselemente setzen dagegen einen bestimmten Effekt in eine bereits geplante Strecke. Der Unterschied liegt damit vor allem im Umfang und im Bauziel: Ein Set eröffnet mehrere neue Konstruktionswege, während ein Einzelteil eine konkrete Lücke oder Idee ergänzt.
Die passende Wahl hängt davon ab, was sich an der Kugelbahn verändern soll. Zusätzliche Streckenbauteile können einen längeren Weg mit weiteren Kurven und Verbindungen ermöglichen. Bauteile für den Höhenaufbau schaffen Ebenen, zwischen denen die Kugel weiterläuft. Ein Aktionselement bringt einen gezielten Wechsel in den Ablauf, ohne dass dafür zwangsläufig die ganze Bahn umgebaut werden muss. So lassen sich Länge, Höhe und Abwechslung getrennt oder miteinander ausbauen.
| Auswahl | Umfang und Zweck | Typische Streckenwirkung |
|---|---|---|
| Erweiterungsset | Viele zusammenpassende Bauteile für mehrere Bauabschnitte | Mehr Optionen für zusätzliche Streckenlänge und neue Verbindungen |
| Einzelnes Aktionselement | Ein gezielter Baustein für einen besonderen Streckenmoment | Mehr Abwechslung an einer ausgewählten Stelle |
| Erweiterungsset plus Einzelteil | Breitere Auswahl mit einem zusätzlichen, gezielt gewählten Effekt | Neue Streckenführung und ein klarer Höhepunkt im Ablauf |
Ein Set ist besonders dann sinnvoll, wenn die bisherige Konstruktion regelmäßig verändert wird oder mehrere Bauideen umgesetzt werden sollen. Wer dagegen mit einem bestimmten Abschnitt unzufrieden ist, kann zunächst ein einzelnes Element ergänzen und prüfen, wie es sich in den Verlauf einfügt. Das verhindert, dass Bauteile ohne konkreten Einsatz liegen bleiben.
Für den Gravitrax Ausbau ist eine Kombination aus beiden Ansätzen oft praktisch: Das Set schafft Spielraum für den grundlegenden Umbau, ein Einzelteil ergänzt später einen gewünschten Akzent. Wer vor allem mehr Bauvarianten sucht, greift zum Set; für eine klar umrissene Änderung genügt meist das passende Einzelteil.
Skytrax
Skytrax und Skytrax XXL sind Erweiterungslinien von Gravitrax. Ihr Konzept richtet den Blick auf eine räumlichere Streckenführung: Die Kugelbahn lässt sich nicht nur als flache Abfolge von Streckenabschnitten denken, sondern kann über mehrere Ebenen und Höhen hinweg geplant werden. Skytrax XXL führt diese Erweiterungsidee in größerem Maßstab fort und eignet sich für Konstruktionen, bei denen eine deutlich ausgebaute Gesamtstrecke gewünscht ist.
Für das Layout bedeutet das, Übergänge zwischen Ebenen früh mitzudenken. Eine höhere Konstruktion verändert, wo Streckenabschnitte beginnen und enden und wie die Kugel ihren Weg durch die Bahn nimmt. Skytrax kann deshalb eine passende Ergänzung sein, wenn eine vorhandene Bahn stärker in die Höhe wachsen oder räumlich komplexer werden soll. Die XXL-Linie bietet sich an, wenn der Ausbau nicht bei einer einzelnen zusätzlichen Ebene stehen bleiben soll.
Vor der Auswahl hilft ein Blick auf die bestehende Konstruktion: Soll vor allem eine kompakte Bahn um neue Höhenwege ergänzt werden, ist Skytrax die naheliegende Richtung. Für ein größeres Bauvorhaben mit umfangreicherem Streckenlayout kommt Skytrax XXL eher infrage. Beide Linien sind Erweiterungsmöglichkeiten für alle, die über eine einfache Verlängerung hinaus neue räumliche Bauideen umsetzen möchten.
Erweiterungen für Gravitrax Junior
Für Gravitrax Junior gibt es eigene Erweiterungen. Sie sind auf die Junior-Reihe abgestimmt und sollten als Ergänzung zu deren Bauteilwelt betrachtet werden, nicht als beliebige Ergänzung der Standardreihe. Dadurch lässt sich eine bestehende Junior-Kugelbahn mit passenden neuen Bauideen fortführen, ohne den Charakter des altersgerecht angelegten Spielsystems zu verändern.
Im Vergleich zur Standardreihe steht bei Junior ein leichter zugänglicher Einstieg ins Bauen im Vordergrund. Die Erweiterung sollte deshalb zum Entwicklungsstand und zur Erfahrung der spielenden Kinder passen: Eine überschaubare Veränderung lässt sich gemeinsam planen und ausprobieren, während eine umfangreiche neue Konstruktion mehr Begleitung beim Aufbau erfordern kann. Entscheidend ist, dass die neuen Teile zur vorhandenen Junior-Grundlage gehören und sich in deren Aufbau einfügen.
Auch der verfügbare Platz richtet sich nach dem geplanten Aufbau. Für eine kleine Ergänzung genügt meist die Fläche, auf der die bestehende Bahn steht; bei mehreren neuen Streckenabschnitten sollte die Baufläche entsprechend mitwachsen. Junior-Erweiterungen eignen sich besonders für Familien, die eine altersgerechte Bahn schrittweise ausbauen möchten. Wer eine bestehende Standardbahn verändern will, wählt eher Zubehör-Sets oder einzelne Elemente; für räumliche Höhenideen kommen Skytrax und Skytrax XXL infrage.
Beliebte Elemente und ihre Funktion
Zusätzliche Gravitrax Elemente verändern, wie eine Murmel Höhe überwindet, Schwung aufnimmt oder eine Strecke zurücklegt. Elevator, Trampolin, Seilbahn und vertikale Kanonen setzen dabei unterschiedliche physikalische Impulse und brauchen jeweils passenden Raum im Aufbau. Für die Gravitrax Konstruktion ist entscheidend, dass Ein- und Auslauf zum Verlauf der übrigen Bahn passen. Die folgenden Funktionen helfen dabei, ein Element gezielt nach Streckentyp und gewünschtem Spielablauf auszuwählen.
Elevator und Lift
Ein Elevator oder Lift hebt eine Murmel auf ein höheres Niveau. Die Schwerkraft lässt sie anschließend wieder bergab rollen; der Höhengewinn kann einen Streckenabschnitt mit einem tiefer liegenden Teil der Bahn verbinden. Anders als bei einem Sprung bleibt die Murmel dabei auf einer geführten Aufwärtsbewegung und setzt ihren Lauf auf einer erhöhten Ebene fort.
Für den Einbau braucht das Element Platz sowohl am unteren Zugang als auch am oberen Auslauf. Planen Sie außerdem genügend Höhe über dem Bereich ein, in dem die Murmel angehoben wird, und halten Sie die anschließende Abfahrt frei von dicht stehenden Streckenteilen. Der Lift passt besonders zu längeren Rundkursen, bei denen die Murmel nach einer tieferen Passage erneut eine erhöhte Strecke erreichen soll. Auch mehrstöckige Layouts lassen sich damit verbinden, ohne dass die Bahn ausschließlich abwärts verlaufen muss.
Am besten wirkt ein Lift, wenn vor ihm eine sauber ankommende Strecke und danach ein klar ausgerichteter Weiterlauf liegen. Für kompakte Aufbauten ist er weniger naheliegend als für Bahnen mit mehreren Ebenen. Wer einen fortlaufenden Rundkurs mit sichtbarem Höhenwechsel bauen möchte, erhält mit Elevator oder Lift eine passende Verbindung zwischen den Streckenabschnitten.
Trampolin
Ein Trampolin lenkt die Murmel durch einen Sprung weiter: Beim Auftreffen wird ein Teil ihrer Bewegungsenergie in eine Aufwärtsbewegung umgewandelt. Die Murmel verlässt kurz die durchgehende Fahrbahn und muss anschließend wieder auf einem passenden Abschnitt landen. Der Effekt hängt deshalb nicht nur vom Trampolin selbst ab, sondern auch davon, wie die Murmel ankommt und wo die nächste Strecke beginnt.
Rund um den Sprung ist freier Raum nötig, damit die Murmel nicht unmittelbar an ein benachbartes Bauteil stößt. Achten Sie auf eine klare Ausrichtung zwischen Anlauf, Sprung und Landebereich. Der folgende Streckenabschnitt sollte die Flugbahn aufnehmen können, statt seitlich versetzt oder zu nah am Startpunkt zu liegen. In dicht verschachtelten Konstruktionen kann ein Sprung schwerer zu integrieren sein als in einem offenen Layout.
Gut geeignet ist das Trampolin für kurze Übergänge, bei denen eine Unterbrechung der Fahrbahn ausdrücklich Teil des Ablaufs ist. Ein gerader, zügiger Anlauf unterstützt einen kontrollierten Sprung; eine sehr langsame Passage kann den Effekt abschwächen, während ein unübersichtlicher Anschluss die Landung erschwert. Das Element passt daher vor allem zu offenen Strecken mit klar erkennbarem Zielabschnitt. Wer einen sichtbaren Sprung statt einer durchgehend geführten Fahrt einbauen möchte, findet hier die passende Wahl.
Seilbahn
Bei einer Seilbahn wird die Murmel entlang eines Kabels getragen, statt auf einer gewöhnlichen Fahrbahn zu rollen. So überquert sie den Raum zwischen zwei Streckenpunkten und folgt einem vorgegebenen Verlauf. Die Bewegung unterscheidet sich deutlich von einer Abfahrt: Während die Murmel auf der Bahn durch Gefälle rollt, übernimmt das Kabel die Führung über den Zwischenraum.
Für die Montage müssen ein geeigneter Start- und Endpunkt sowie der Verlauf des Kabels in die Konstruktion eingeplant werden. Zwischen diesen Punkten braucht die Seilbahn ausreichend freien Raum; unmittelbar daneben sollten keine hohen oder weit ausladenden Bauteile die Passage behindern. Je nach Streckenprofil verbindet sie zwei Ebenen, überbrückt eine Lücke oder führt von einem erhöhten Abschnitt zu einem tiefer gelegenen Anschluss. Der Auslauf muss so positioniert sein, dass die Murmel ihre Fahrt auf einer anschließenden Bahn fortsetzen kann.
Besonders gut ergänzt die Seilbahn Layouts mit getrennten Streckenbereichen oder einer bewusst offenen Passage. In einer eng gebauten Bahn bietet sie weniger Spielraum, weil die Verbindung zwischen Start und Ziel freigehalten werden muss. Setzen Sie sie ein, wenn eine geführte Überquerung den Streckenverlauf sinnvoll verbindet; für gewöhnliche Abfahrten bleibt eine durchgehende Fahrbahn die einfachere Lösung.
Vertikale Kanonen
Vertikale Kanonen schießen Murmeln aufwärts oder senkrecht nach oben. Der Impuls ersetzt an dieser Stelle das Rollen bergab: Die Murmel gewinnt Höhe und kann an einem höher liegenden Abschnitt wieder in die Bahn gelangen. Damit unterscheiden sich Kanonen von einem Lift, der die Murmel anhebt, und von einem Trampolin, das einen Sprung über eine Strecke auslöst.
Über dem Abschussbereich muss ausreichend freier Raum bleiben, damit die Murmel aufsteigen und den vorgesehenen Anschluss erreichen kann. Berücksichtigen Sie auch die seitliche Lage des oberen Streckenabschnitts: Ein hoher Anschluss nützt wenig, wenn er nicht zur Richtung der aufsteigenden Murmel passt. Kanonen benötigen daher einen klar geplanten Übergang zwischen unterer Abfahrt und höherem Weiterlauf. Dicht überbaute Abschnitte sind für diesen Einsatz weniger geeignet als offene, vertikal gestaffelte Konstruktionen.
Das Element passt zu Strecken, die einen ausgeprägten Aufwärtswechsel oder einen überraschenden Richtungswechsel enthalten sollen. Typische Einsatzstellen sind Übergänge aus einer tieferen Passage in einen erhöhten Bahnteil und Abschnitte, in denen die Murmel sichtbar nach oben befördert wird. Für einen geführten Höhenwechsel eignen sich Elevator oder Lift; für einen Sprung ist das Trampolin die passendere Wahl. Die Seilbahn überbrückt dagegen einen Zwischenraum. Wählen Sie die Kanone, wenn der Aufwärtsimpuls im Mittelpunkt steht, und planen Sie den oberen Anschluss von Anfang an mit ein.
Power-Elemente
Gravitrax Power ergänzt die rein mechanischen Bahnen um elektronische Bauteile, die auf einen Auslöser reagieren oder eine Bewegung starten können. Dadurch entstehen Abläufe, bei denen die Kugel nicht allein durch Gefälle und Schwung weiterkommt. Die grundlegenden Gravitrax Elemente funktionieren dagegen ohne Batterien und nutzen die Bewegung der Kugel sowie die Schwerkraft. Für den Aufbau elektronischer Teile sollten Sie neben einer stabilen Fläche auch Montageplatz und Zugang zur Stromversorgung einplanen. Entscheidend ist, ob Ihre Konstruktion von selbst ablaufende Bewegungen oder gezielte Reaktionen enthalten soll.
Was Power-Elemente anders machen
Bei einer rein-gravitativen Bahn gibt die Höhe den Antrieb vor: Die Kugel rollt bergab, überträgt Schwung und passiert mechanische Hindernisse. Ein elektronisches Bauteil der Linie Gravitrax Power kann dagegen eine Bewegung auslösen oder auf ein Ereignis reagieren. Je nach Bauteil wird die Reaktion etwa durch den Kontakt mit einer Kugel oder durch einen Steuerimpuls angestoßen. Die Energie für den Vorgang kommt dann nicht allein aus dem Gefälle.
Das verändert den Ablauf der Konstruktion. Eine Kugel kann einen Auslöser erreichen, woraufhin ein weiteres Element aktiv wird und die Bahn fortsetzt. Bei einer rein mechanischen Lösung muss die Bewegung der Kugel selbst den nächsten Schritt bewirken; ein elektronisches Teil kann zwischen zwei Bewegungsphasen vermitteln. So lassen sich Start, Weitergabe und Reaktion stärker voneinander trennen. Die Kugel bleibt dabei Teil des Systems: Schienen und Bauteile führen sie weiterhin, während die Schwerkraft ihre Rollbewegung bestimmt.
Elektronik ersetzt die klassischen Bauteile deshalb nicht, sondern erweitert ihre Möglichkeiten. Eine Bahn kann zunächst mit Höhenunterschieden und Kurven arbeiten und an einer ausgewählten Stelle eine gesteuerte Aktion ergänzen. Bei einer langen Folge von rein mechanischen Übergängen hängt jeder Abschnitt davon ab, ob genügend Schwung erhalten bleibt. Ein elektronischer Impuls kann stattdessen einen neuen Vorgang starten, sodass die Konstruktion nicht ausschließlich auf eine durchgehende Rollbewegung angewiesen ist. Das eröffnet weitere Varianten für aufeinander abgestimmte Abläufe.
Auch beim Experimentieren zeigt sich der Unterschied: Bei einer Schwerkraftbahn verändern Sie zum Beispiel die Höhe oder den Verlauf und beobachten, wie die Kugel rollt. Mit einem elektronischen Element prüfen Sie zusätzlich, wann eine Reaktion ausgelöst wird und wie sie den nächsten Abschnitt beeinflusst. Das macht die Gravitrax Physik um den Zusammenhang zwischen Auslöser, Energie und Bewegung nachvollziehbarer, ohne die grundlegenden Regeln des Rollens aufzuheben. Für Kinder und Erwachsene, die gern Abläufe planen, testen und verändern, entsteht damit eine zusätzliche Konstruktionsaufgabe.
Power-Elemente passen besonders zu Aufbauten, bei denen eine Bewegung gezielt starten oder eine Kugel eine Reaktion in Gang setzen soll. Wer vor allem Gefälle, Kurven und mechanische Übergänge ausprobieren möchte, kann bei rein-gravitativen Teilen bleiben; elektronische Elemente lohnen sich, wenn der Ablauf über solche Bewegungen hinausgehen soll.
Voraussetzungen und Stromversorgung
Vor dem Aufbau elektronischer Teile lohnt es sich, die Fläche und den Zugang zur Stromversorgung festzulegen. Die folgenden Vorbereitungen helfen, Montage und späteres Umstellen übersichtlich zu halten.
- Stabiler Untergrund: Stellen Sie die Bahn auf eine ebene, feste Fläche, damit Grundplatten und verbundene Bauteile während der Montage nicht verrutschen.
- Ausreichend Platz: Reservieren Sie neben der Grundfläche auch Raum für elektronische Module und deren Anschlüsse, damit Kabel oder Verbindungsteile nicht zwischen Schienen eingeklemmt werden.
- Montagebereich: Bauen Sie das elektronische Element an der vorgesehenen Stelle zusammen und richten Sie angrenzende Teile sorgfältig aus, bevor Sie die Bahn vollständig bestücken.
- Stromzugang: Prüfen Sie vor dem Aufbau, wie die Stromversorgung des jeweiligen Power-Bauteils erreichbar bleibt und ob das Element zum Ein- und Ausschalten zugänglich ist.
- Spätere Erreichbarkeit: Lassen Sie genug Freiraum, um das Bauteil bei Bedarf aus der Konstruktion zu nehmen, die Stromversorgung zu wechseln oder den Aufbau anzupassen.
Gravitrax Power bezeichnet die elektronische Produktlinie; für deren aktive Bauteile ist eine Stromversorgung erforderlich. Die grundlegenden Elemente des Systems funktionieren dagegen ohne Batterien. Wer eine Bahn ohne elektronische Reaktionen plant, braucht daher keinen Stromzugang am Aufbau; für Power-Elemente ist ein zugänglicher Platz für Versorgung und Montage sinnvoll.
So planen Sie den Ausbau
Ein durchdachter Gravitrax Ausbau beginnt mit einem klaren Ziel: Soll die Kugelbahn höher werden, neue Abläufe zeigen oder mehrere Aktionen miteinander verbinden? Prüfen Sie vor der Auswahl, welche Strecke bereits zuverlässig funktioniert und an welcher Stelle eine Veränderung den größten Unterschied macht. Für eine tragfähige Gravitrax Konstruktion zählen nicht nur die zusätzlichen Elemente, sondern auch Standfläche, Stützen und gut erreichbare Verbindungen. Planen Sie jeweils nur einen größeren Umbau auf einmal; so lässt sich bei einem Fehlversuch leichter erkennen, welche Änderung die Ursache war. Die folgenden Entscheidungshilfen unterstützen Sie dabei, Erweiterungen passend zu Ihrem Aufbau auszuwählen.
Welche Erweiterung zu welchem Ziel
Wählen Sie neue Bauteile danach aus, welchen Effekt Sie auf der Bahn sehen möchten. Die Tabelle ordnet drei typische Ziele passenden Möglichkeiten zu und nennt einen sinnvollen ersten Schritt für den Umbau.
| Ziel | Passende Erweiterungen | Begründung und erster Schritt |
|---|---|---|
| Mehr Höhe | Höhensteine, Säulen und zusätzliche Schienen für eine höher gelegene Streckenführung | Stützen schaffen die nötige Höhe, während Schienen den Anschluss an die vorhandene Bahn ermöglichen. Erhöhen Sie zunächst einen Abschnitt um eine Stützhöhe und prüfen Sie die Fahrt, bevor Sie weitere Ebenen ergänzen. |
| Mehr Abwechslung | Ein einzelnes Aktions-Element, etwa Trampolin, Seilbahn oder Elevator | Ein neues Element verändert den Ablauf an einer klar erkennbaren Stelle, ohne dass die ganze Strecke neu geplant werden muss. Setzen Sie zunächst ein Element ein und verbinden Sie es mit einer kurzen, bereits bewährten Anfahrt. |
| Kettenreaktionen | Power-Elemente oder mehrere aufeinander abgestimmte Aktions-Elemente | Eine Abfolge aus Auslösern und weiteren Aktionen macht den Verlauf komplexer. Beginnen Sie mit zwei aufeinanderfolgenden Stationen und testen Sie jede Verbindung einzeln, bevor Sie die Kette verlängern. |
Für mehr Höhe eignen sich stabile Stützen und ein schrittweiser Aufbau; für sichtbare Abwechslung ist ein einzelnes Aktions-Element der übersichtlichste Start. Wenn Sie Kettenreaktionen planen, verbinden Sie zunächst nur wenige Stationen und ergänzen weitere erst, wenn der erste Ablauf wiederholt funktioniert.
Platz und Höhe
Ein freier, ebener Untergrund erleichtert den Aufbau und macht es einfacher, Kugel und Verbindungen zu erreichen. Mit diesen konkreten Schritten vermeiden Sie, dass eine hohe oder ausladende Bahn schon beim Testen verrutscht.
- Messen Sie vor dem Aufbau die verfügbare Fläche aus und lassen Sie rund um die Bahn einen freien Rand, damit Sie Verbindungen erreichen und die Kugel bequem wieder einsetzen können.
- Nutzen Sie einen stabilen Tisch für kompakte Bahnen; bauen Sie größere Grundrisse nur dann auf dem Boden, wenn der Untergrund eben und während des Spiels frei begehbar bleibt.
- Setzen Sie hohe Streckenabschnitte über einer breiten, standsicheren Basis auf und platzieren Sie Stützen unter wichtigen Übergängen statt nur an den äußeren Enden.
- Vermeiden Sie schmale, weit auskragende Türme: Verkürzen Sie den Überstand oder ergänzen Sie darunter eine Stütze, sobald ein Bauteil beim leichten Antippen sichtbar wackelt.
- Halten Sie die höchsten Bauteile von Tischkanten und häufig genutzten Laufwegen fern; dadurch sinkt das Risiko, dass ein versehentlicher Stoß den Aufbau verschiebt.
Prüfen Sie nach jeder Erhöhung, ob Grundplatten und Stützen flach aufliegen und Schienenübergänge bündig sitzen. Eine niedrigere, fest abgestützte Konstruktion bleibt beim Spielen meist zuverlässiger als ein hoher Abschnitt mit seitlich belasteten Verbindungen.
Reihenfolge beim Ausbau
Beginnen Sie beim Gravitrax Ausbau mit dem Grundgerüst: Legen Sie Start und Ziel fest, verbinden Sie die Hauptstrecke und sichern Sie die tragenden Höhen mit passenden Stützen. Testen Sie diese Basis, bevor Sie zusätzliche Aktionen einbauen. Läuft die Kugel auf der Grundstrecke nicht durchgehend, verändern Sie zunächst nur die betroffene Verbindung oder Höhe; ein Aktions-Element würde die Fehlersuche sonst erschweren.
Ergänzen Sie anschließend ein Aktions-Element an einer Stelle, die sich gut erreichen lässt. Kontrollieren Sie Anfahrt und Abfahrt getrennt und lassen Sie die Kugel nach jedem Umbau mehrmals laufen. Funktioniert der Abschnitt wiederholt, schließen Sie ihn an die übrige Bahn an. Bleibt die Fahrt hängen, prüfen Sie zuerst den Übergang direkt davor und dahinter, statt mehrere Bauteile zugleich umzusetzen.
Power-Elemente kommen zuletzt, wenn Grundstrecke und mechanische Aktionen zuverlässig zusammenspielen. So können Sie ihre Position anhand des fertigen Ablaufs festlegen und vermeiden, dass spätere Umbauten die geplante Folge verändern. Testen Sie eine neue Verknüpfung zunächst einzeln, danach im vollständigen Streckenverlauf. Wackelt ein Abschnitt oder verschiebt sich eine Platte, stabilisieren Sie zuerst die Stützen und wiederholen Sie den Test, bevor Sie weitere Elemente hinzufügen.
Häufige Fragen zu Gravitrax Erweiterungen
Bei der Auswahl einer Erweiterung zählen vor allem das vorhandene Starterset und das gewünschte Spielerlebnis.
Welche Gravitrax Erweiterung passt zum Starterset?
Passend ist eine Erweiterung, die zum Starterset-Typ und zum gewünschten Bauziel passt. Soll die Bahn höher werden, wählen Sie Elemente, die Ihren Aufbau in die Höhe erweitern; für mehr Abwechslung eignen sich Ergänzungen, die neue Abläufe ermöglichen. Wenn Sie vor allem Kettenreaktionen planen, richten Sie die Auswahl danach aus, wie mehrere Streckenabschnitte nacheinander zusammenspielen sollen. Prüfen Sie bei einem klassischen Starterset ebenso wie bei einem Junior-Set die Kennzeichnung der jeweiligen Erweiterung. So bauen Sie gezielt aus, ohne allein nach dem Namen oder der Anzahl der Teile zu entscheiden.
Was ist Gravitrax Skytrax?
Gravitrax Skytrax und Skytrax XXL sind Erweiterungslinien innerhalb des Gravitrax-Systems. Sie bieten zusätzliche Möglichkeiten, bestehende Konstruktionen auszubauen und neue Varianten für die eigene Bahn zu entwickeln. Welche Linie zu Ihrem Vorhaben passt, hängt davon ab, wie Sie Ihr vorhandenes Set ergänzen möchten. Skytrax lässt sich dabei als eigene Erweiterungsoption betrachten, während Skytrax XXL eine weitere Linie bezeichnet. Beide Namen stehen für Erweiterungsmöglichkeiten, nicht für eine andere Grundidee des Systems: Sie können Ihre Konstruktion damit nach eigenen Vorstellungen weiterentwickeln und den Spielablauf abwechslungsreicher gestalten.
Braucht man für Power-Elemente Batterien?
Nicht für alle Gravitrax-Elemente sind Batterien nötig: Die grundlegenden Elemente funktionieren ohne sie. Gravitrax Power ist dagegen eine elektronische Linie und benötigt für ihre elektronischen Funktionen eine Stromversorgung. Wenn Sie ein Power-Element ergänzen möchten, prüfen Sie daher die Angaben zur Stromversorgung des konkreten Produkts, bevor Sie es in Ihre Bahn einplanen. Für einen Aufbau ohne elektronische Funktionen genügt das grundlegende Gravitrax-System; die Stromversorgung wird erst dann zum Thema, wenn Power-Elemente zum Einsatz kommen.
